Wendelin Stahl


Wendelin Stahl, geboren 1922, entstammte einer Westerwälder Töpferfamilie. Begründer war sein Großvater Jacob Stahl, der in Höhr-Grenzhausen als selbständiger Salbenkrukentöpfer arbeitete. Dessen Söhne, Karl und Wendelin sen., waren ebenso Töpfer wie auch die Söhne von Wendelin sen., Rudi und Wendelin Stahl. Rudi Stahl wurde 1941 zum Obermeister der Töpferinnung von Rheinland-Pfalz gewählt, ebenso wie 1980 dessen Sohn Norbert. 1952 gründete Wendelin Stahl gemeinsam mit Else Harney auf Burg Coraidelstein bei Cochem an der Mosel seine eigene Töpferei. Die Werkstattgemeinschaft mit Else Harney endete durch deren Tod 1984. Wendelin Stahl setzt das gemeinsame Werk bis zu seinem Tode im Sommer 2000 fort.

Wendelin Stahls Gefäße sind klar und klassisch in der Form und haben ihren Bezug in einer engen Bindung zur Natur. Nie hat er sich modischen Strömungen unterworfen. Die Formen seiner Gefäße und ihre Kristall- und Reduktionsglasuren erscheinen in Farbigkeit und Haptik vollkommen. In seiner Arbeit war Stahl Perfektionist, das stetige Streben nach Vollkommenheit und Einheit in Form und Glasur zeichnete ihn aus. In den makellosen Gefäßen des Handwerksmeisters werden lange Erfahrung, Zähigkeit und Gelassenheit spürbar. Zu den Kunden des Künstlers gehörten Sammler aus der ganzen Welt.


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